Aspartam ist ein Süßstoff, der in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung weit verbreitet ist. In GB 2760-2014 National Standard for Food Safety Standard for the Use of Food Additives (Nationaler Standard für Lebensmittelsicherheit für die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen) gibt es eine besondere Anforderung für die Kennzeichnung von Aspartam, d. h. es muss als Aspartam (enthält Phenylalanin) gekennzeichnet werden.
Warum muss Aspartam als Aspartam (enthält Phenylalanin) gekennzeichnet werden?
Aspartam wird durch Enzyme im Magen-Darm-Trakt des menschlichen Körpers in Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol zerlegt. Selbst wenn eine große Menge Aspartam aufgenommen wird (200 mg/kg Körpergewicht), ist Aspartam im Blut nicht nachweisbar.
Der Grund, warum Lebensmittel mit Aspartam mit dem Hinweis "enthält Phenylalanin" gekennzeichnet werden müssen, liegt darin, dass Patienten mit einer genetischen Störung namens Phenylketonurie mit einem Mangel an einem Enzym geboren werden, der zu einem gestörten Stoffwechsel von Phenylalanin führt, wodurch Phenylalanin nicht in Tyrosin umgewandelt werden kann.
Der Verzehr von phenylalaninhaltigen Lebensmitteln ist für diese Patienten mit größeren Gesundheitsrisiken verbunden. Um Patienten mit Phenylketonurie daran zu erinnern, wurden daher besondere Anforderungen an Aspartam gestellt, d. h. Lebensmittel, denen Aspartam zugesetzt wurde, müssen in der Zutatenliste wie folgt gekennzeichnet werden: Aspartam (enthält Phenylalanin).