Studie über die chemischen Bestandteile des Meerespilzes Aspergillus jensenii SS5
Der Ozean ist die größte Oberflächenressource der Erde mit einer enormen biologischen Vielfalt und eine wichtige Quelle für Naturprodukte. Vor allem die vielfältigen marinen Mikroorganismen sind noch weitgehend unerforscht. Meerespilze verfügen über einzigartige Stoffwechselwege, Überlebens- und Reproduktionsmethoden und Anpassungsmechanismen an extreme Lebensbedingungen, was zur Produktion strukturell neuartiger und biologisch aktiver Sekundärmetaboliten führt. Dies hat die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern im In- und Ausland auf sich gezogen und ist zur vielversprechendsten Quelle für neue marine Naturstoffmedikamente geworden. Es ist auch einer der Hotspots für die Entwicklung neuer Leitverbindungen.
Aspergillus ist sowohl auf dem Land als auch im Meer weit verbreitet, und es hat sich gezeigt, dass der marine Aspergillus in der Lage ist, eine große Zahl strukturell unterschiedlicher Sekundärmetaboliten zu produzieren. Im Jahr 1992 berichteten Numata et al. über das erste Naturprodukt aus marinem Aspergillus und eröffneten damit ein neues Kapitel in der Erforschung der Sekundärmetaboliten von marinem Aspergillus. Bis zum Jahr 2018 wurden in der Forschung mehr als 979 neue Naturstoffe aus marinen Pilzen gemeldet, darunter Polyketone, Alkaloide, Terpene, Makrolide, Amide, Steroide, halogenierte Verbindungen, Peptide und andere Arten. Diese Reihe von Sekundärmetaboliten mariner Pilze hat verschiedene biologische Aktivitäten, wie z. B. Anti-Tumor, antiviral, freie Radikale fangend, antioxidativ, neuroprotektiv, entzündungshemmend, gegen kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Erkrankungen, antibakteriell und insektenresistent. So wurde beispielsweise die Verbindung Aurasperon H aus dem Fermentationsprodukt des Meerespilzes Aspergillus niger extrahiert und zeigte eine signifikante Zytotoxizität gegen die menschliche akute promyelozytische Leukämiezelllinie HL-60. Die Diphenyletherverbindung Diorcinol D, die aus dem fermentierten Rohextrakt des Meerespilzes Aspergillus jensenii LW128 gewonnen wird, zeigt eine ausgezeichnete antibakterielle Aktivität. Es ist notwendig, die seltenen marinen Aspergillus-Pilze weiter gründlich zu erforschen, ihr biosynthetisches Potenzial vollständig zu erkunden und weitere Naturstoffe zu gewinnen, die als Prodrugs entwickelt werden können. Daher konzentriert sich dieses Experiment auf die Isolierung des marinen Pilzes Aspergillus jensenii SS5 aus Meeressedimenten im Südchinesischen Meer und identifiziert die chemische Zusammensetzung seiner Fermentationsprodukte, um sekundäre Metaboliten mit signifikanter zytotoxischer Aktivität zu erhalten, die neue Ideen für die Entwicklung von Krebsmedikamenten mit kleinen Molekülen liefern.



Aus dem marinen Pilz A Vier Verbindungen wurden aus dem Rohextrakt von Jensenii SS5 isoliert: Epigriseofulvin (1), Sterigmatocystin (2), Brevianamid M (3) und Meleagrin (4). Die Verbindungen 1-3 wurden zuerst aus dem marinen Aspergillus isoliert. Die Isolierung aus Jensen ii hat die Gattung der Aspergillus-Pilze stark bereichert Die Vielfalt der Strukturen der Sekundärmetaboliten in Jensen ii. Zahlreiche Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass marine Aspergillus-Pilze wichtige Quellen für verschiedene Sekundärmetaboliten mit reichen biologischen Aktivitäten sind. Viele neue Naturstoffe aus marinen Aspergillus-Pilzen haben gute antitumorale, antivirale und andere biologische Wirkungen. Daher wurde in diesem Artikel die Zytotoxizität von vier Verbindungen getestet, und die Ergebnisse zeigten, dass Verbindung 4 menschliche Lungenkrebszellen A549 und menschliche Leberkrebszellen Bel-7402 wirksam hemmen kann. Verbindung 2 hat eine gute hemmende Wirkung auf die menschliche Lungenkrebs-Zelllinie A549. Es wird erwartet, dass diese beiden Verbindungen als Prodrugs gegen Krebs weiter untersucht werden, und diese Studie bietet auch eine theoretische Grundlage für die Entwicklung von natürlichen Wirkstoffen.